Bildnachweis: Wilma Pfeiffer. Bild von F. Stiftinger

Geschichten für die Grundschule

Zwergenkunde (1. und 2. Klasse)

Wie die Zwerge entstanden sind, das weiß jedes Kind. Zumindest jedes, das schon einmal den Geschichten in meinem Zwergen-Seminar gelauscht hat. Und wie viele unterschiedliche Zwerge es da gibt! Die einen streiten sich dauernd und versöhnen sich wieder, die anderen sind sehr, sehr schlau und manche können sogar zaubern!  Sogar Könige gibt es unter den Zwergen. Und den Zwerg Nase, der von einer Hexe verzaubert worden ist. Ja, und wie war denn das mit dem Schneewittchen? Wie viele Zwerge gab es da noch mal? Zwerge, wohin man schaut! Und wer weiß, vielleicht sitzt ja sogar einer hinter dem nächsten Stein!

 

Märchenkunde (1. und 2. Klasse)

 

Warum heißt denn das Rotkäppchen eigentlich nicht Grünkäppchen? Wie lange hat Dornröschen geschlafen und wie konnte Alibaba die Räuberhöhle öffnen? Konnte der gestiefelte Kater wirklich sprechen? Auf alle diese Fragen können Erwachsene oft nicht gleich antworten. Die Kinder, die in meinem Märchen-Seminar einer Auswahl der beliebtesten Märchenklassiker zugehört haben, aber schon! Mit der anschließenden Prüfung (Märchen-Quiz) werden sie sogar zu geprüften Märchen-Spezialisten!

 

Drachenkunde (3. und 4. Klasse)

Wie sind die Drachen entstanden? Gibt es die wirklich? Nein? Aber warum wissen wir dann, wie Drachen aussehen? Wir wissen sogar, dass es verschiedene Arten davon gibt: große, dicke, dünne und ganz kleine. Manche können fliegen. Andere wiederum haben sieben Köpfe. Einer ist in München mitten auf dem Marienplatz gelandet und wollte nicht mehr weg. Ein anderer hat in einem Brunnen gewohnt und wieder einen anderen hat es in tausend Fetzen zerrissen. Manche Drachen verlieben sich sogar in Prinzessinnen. Und von einem weiß ich, der mochte Sahne-Törtchen für sein Leben gern. Geschichten über Drachen gibt es auf jeden Fall wie Sand am Meer – obwohl es sie eigentlich nie gegeben hat.

 

Hexenkunde (3. und 4. Klasse)

Die Hexen im Märchen sehen ja ganz anders aus, wie die echten Hexen! Die Hexen im Märchen sind meistens mit dem Besen unterwegs, haben ein große Nase mit einer Warze darauf, einen riesigen Hut und sind überhaupt furchtbar hässlich. Die echten Hexen aber sehen fast aus wie ganz normale Frauen! Es gibt aber schon ein paar Merkmale, an denen man sie erkennen könnte. Ein berühmter Hexenforscher hat aber festgestellt, dass es keine echten Hexen mehr gibt. Da können wir also ganz beruhigt sein. Aber Geschichten über Hexen gibt es ganz viele, und da spielt es gar keine Rolle, ob das jetzt echte Hexen waren, oder ob sie aus einem Märchen dahergeflogen kamen.

Ganz Ohr - Zuhören und nacherzählen

 

Genau daran hapert es bei vielen Kindern. Eltern und Lehrer können ein Lied davon singen. Auch aktives Zuhören kann man üben und durch Training fit halten. Bei unseren Geschichten geschieht dies unbemerkt, vielleicht weil sie einfach nur spannend, lustig, interessant und für das jeweilige Alter nachvollziehbar sind. Aktives Zuhören schult die Aufmerksamkeit, das analytische Denken und zuletzt auch das flüssige erzählen.

 

Dann können Kinder auf einmal besser Zuhören als Erwachsene:

„ Was, ist die Geschichte schon aus?…Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell die  Zeit vergangen ist!“

Ein jeder von uns hat das irgendwann schon einmal erlebt. Die Geschichte, das Buch oder das Theaterstück war so spannend, dass die Zeit nur so dahingeflogen ist. Genau das passiert idealerweise beim Geschichtenerzählen. Es geschieht unbemerkt und wird auch als nicht anstrengend empfunden. Und doch arbeitet das Gehirn auf Hochtouren.

Geschichten erfinden


Zuerst in gelenkten Bahnen:

Mit einer kleinen Frage fängt alles an: „ Wo beginnt denn unsere Geschichte?“  Schon kommen die verschiedensten Vorschläge von den Kindern:  Im Wald, Garten, Dschungel, Küche, Bahnhof, Weltall. Ist das entschieden, geht es auch schon weiter: Wie sieht es dort aus? Wer wohnt dort? Wie sieht unser Held, unsere Heldin aus und was hat sie für einen dringenden Wunsch?


Hilfe, die Phantasie ist los!

Und plötzlich wird der Phantasie freier Lauf gelassen. Die Ideen sprudeln, überschlagen sich, werden zu viele, aber niemals zu wenig. In welche Richtung geht es weiter? Wie kommt der Held, die Heldin, aus der Klemme wieder heraus? Wer hilft ihm? Was braucht er dazu?


Ende gut, alles gut.
Mit erzählerischer Erfahrung und ein paar professionellen Tricks führt die Geschichte trotz überschäumender Phantasie zu einem guten Ende. Dazu braucht es meistens gar nicht viel, nur ganz kleine Wegweiser an Stellen, wo es mehrere Möglichkeiten zum Abzweigen gibt. Und schon ist eine wundervolle Geschichte entstanden! Meistens ist es kaum zu glauben, welch phantastische Welten und fabelhafte Wesen erschaffen werden.


Die erfundenen Geschichten können weitererzählt, nachgespielt  oder gemalt werden.

Projekttage Ferienprogramm

 

Unter fachkundiger Anleitung erfinden die SchülerInnen eine eigene Geschichte und erzählen diese selbst. Je nach Zeitrahmen gibt es verschiedene Möglichkeiten:


Bildgestütztes Erzählen vor Publikum

Die erfundene Geschichte wird in einzelne Szenen zerlegt, die von den SchülerInnen gemalt werden. Zu den einzelnen, imTischtheater/Kamishibai  präsentierten Bildern wird nun die Geschichte vor Publikum erzählt.


Bilderbuch:

Die erfundene Geschichte wird zu einem  Bilderbuch verarbeitet. Dazu gehört das Zerlegen der Geschichte in einzelne Szenen, das Anfertigen von Bildern und Texten und ein Brainstorming über den Titel der Geschichte.


Hör-CD:

Die erfundene Geschichte wird von den GeschichtenerfinderInnen in Form eines Hörspiels selbst aufgesprochen. Bei Bedarf werden Geräusche und Musik selbst hergestellt.


Je nach vereinbartem Zeitrahmen sind mit einer Geschichte auch beide Varianten (Buch und CD) möglich.

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© Pfeiffer&Stelzle Kulturgeschichten, Wilma Pfeiffer, Prof. Dr. Walter Stelzle